

Olivia Wunsch sorgte für einen außergewöhnlichen Moment, als sie Australien bei den Weltmeisterschaften 2025 in Singapur mit einer beeindruckenden Schlussbahn zum Staffelgold über 4 x 100 m Freistil führte – und damit eine ihrer Teamkolleginnen zu einem der lautesten Jubelrufe ihrer Karriere brachte. An der letzten Wende lag Olivia noch eine halbe Körperlänge zurück, doch auf den finalen 15 Metern zog sie mit den USA gleich und setzte sich schließlich durch, um Australien als Erste anschlagen zu lassen.
Dieser Sieg folgte ein Jahr nach den Olympischen Spielen in Paris, bei denen Olivia die Vorläufe geschwommen war, im Finale jedoch ersetzt wurde – ein Rennen, das Australien seinen vierten Titel in Folge einbrachte.
Während Teamkollegin Meg Harris sie lautstark anfeuerte, erklärte Olivia: „Ich wollte einfach das Rennen gewinnen.“ Und weiter: „Ich wollte das Rennen strategisch aufbauen und dann auf den letzten Metern nochmal richtig durchziehen. Der Rest ist einfach Renninstinkt. Ich freue mich jetzt schon auf die Staffeln in der nächsten Saison. Es hat einfach unglaublich Spaß gemacht.“
Olivia gehört zu den am schnellsten aufstrebenden Sprinterinnen Australiens. Ihre Erfolge bei den Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften knüpfen an eine hochdekorierte Juniorenkarriere an. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2023 in Netanya (Israel) gewann sie sechsmal Edelmetall, darunter fünf Goldmedaillen, einschließlich des Doppels über 50 m und 100 m Freistil.
Im Finale über 100 m Freistil führte Olivia einen australischen Doppelsieg an, gefolgt von Milla Jansen. Beide Athletinnen standen später auch in Singapur gemeinsam auf dem Podium.
Olivia sagte dazu: „Wir haben uns durch alle Altersklassen hindurch gegenseitig gefordert. Deshalb ist es etwas Besonderes, jetzt gemeinsam ganz oben zu stehen. Das ist erst der Anfang des nächsten Kapitels, unser neuer Ausgangspunkt.“